24 March 2026, 08:07

Evonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent – Aktie steigt trotz ROCE-Rückgang

Tortendiagramm, das die globale Kunststoffmarktverteilung nach Branchen im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die nach Wachstumsprozenten bemessen sind, und begleitendem Text.

Evonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent – Aktie steigt trotz ROCE-Rückgang

Evonik erhöht Preise für Methionin um 10 Prozent weltweit

Der Chemiekonzern Evonik hat die Preise für Methionin, einen wichtigen Futtermittelzusatz, weltweit um 10 Prozent angehoben. Der Schritt folgt auf Lieferengpässe, die durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurden. Gleichzeitig steht die finanzielle Performance des Unternehmens unter Beobachtung: Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) für 2025 verfehlte die internen Zielvorgaben deutlich.

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Durch die Preiserhöhung und stabile Energiekosten dürften sich die Erträge in der Methionin-Sparte verbessern. Investoren reagierten positiv – die Aktie legte in den vergangenen Wochen zu.

Die globale Nachfrage nach Methionin stieg im Jahr bis März 2026 um etwa 3 bis 5 Prozent. Treiber waren der wachsende Viehbestand in Asien sowie eine stetige Erholung in Europa und Nordamerika. Allerdings dämpften hohe Futtermittelkosten und effizientere Lieferketten das Wachstum.

Als Reaktion auf die angespannte Versorgungslage kündigte Evonik eine Preiserhöhung von 10 Prozent für sein Produkt MetAMINO® an. Die Knappheit resultierte aus Lieferstörungen im Nahen Osten, die die weltweite Verfügbarkeit einschränkten. Die Aktie des Unternehmens stieg, da der Markt mit höheren Erträgen durch die Preisanpassung rechnet.

Die Finanzzahlen für 2025 wiesen eine ROCE von 6,1 Prozent aus – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 Prozent. Die Unternehmensführung bekräftigte Pläne, diese Lücke durch laufende Restrukturierungsmaßnahmen zu schließen. Für 2026 hält Evonik an seiner EBITDA-Prognose von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest. Die Preiserhöhung und kontrollierte Energiekosten sollen die Margen im Methionin-Geschäft stärken.

Die Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie. Ab 2026 wird die Ausschüttungsquote auf 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses angepasst. Der Quartalsbericht für das erste Quartal, der am 8. Mai 2026 erscheint, wird weitere Einblicke in die Ertragsentwicklung und den Fortschritt bei der ROCE liefern.

Neben Methionin hat Evonik zudem eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt gebracht. Das neue Produkt entspricht strengeren Umweltvorschriften und erweitert das nachhaltige Portfolio des Unternehmens. Das anhaltende institutionelle Interesse zeigt sich unter anderem in einer aktuellen Meldepflicht von Stimmrechten durch Goldman Sachs.

Mit der 10-prozentigen Preiserhöhung für Methionin will Evonik Lieferengpässe ausgleichen und die Profitabilität steigern. Die Ergebnisse des ersten Quartals, die im Mai erwartet werden, werden zeigen, wie sich die Anpassung auf Erträge und ROCE auswirkt.

Bei einer festgesetzten Dividende für 2025 und einer überarbeiteten Ausschüttungspolitik ab 2026 verfolgen die Aktionäre aufmerksam die Fortschritte der Restrukturierung. Die Einführung des PFAS-freien Produkts unterstreicht zudem Evoniks Bestreben, Compliance und Nachhaltigkeit im gesamten Portfolio voranzutreiben.

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