01 May 2026, 06:09

Edenhofer fordert radikale Energiewende statt Subventionen für Öl und Gas

Graphik zeigt die Entwicklung der Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit einer blauen Linie, die sinkende Preise anzeigt, und einer grünen Linie, die steigende Preise anzeigt.

Edenhofer fordert radikale Energiewende statt Subventionen für Öl und Gas

Europas Abhängigkeit von ausländischem Öl und Gas ist zu einem drängenden Problem geworden, da die Preise weiterhin steigen. Ottmar Edenhofer warnt, dass Subventionen für Kraftstoffe die Nachfrage ankurbeln würden – mit der Folge, dass die Preise hoch blieben und vor allem ausländische Exporteure profitierten. Stattdessen sollte Europa seiner Meinung nach das Vorbild der 1970er-Jahre aufgreifen, als Regierungen auf die Ölkrisen nicht mit Subventionen, sondern mit Energiesparmaßnahmen reagierten.

Edenhofer betont, dass Politiker bereits vor Jahren klarstellen hätten müssen, wie wichtig es ist, den Verbrauch von Öl und Gas zu reduzieren. Dabei gehe es nicht nur um Klimapolitik, sondern auch um Geopolitik. Durch eine sinkende Nachfrage könnte Europa mehr Einfluss nehmen, um die globalen Preise zu drücken.

Anstelle von Subventionen schlägt der Ökonom direkte Einkommenshilfen für einkommensschwache Haushalte vor. Dieser Ansatz würde die Bürger vor steigenden Kosten schützen, ohne die Abhängigkeit von Energieimporten weiter zu verstärken.

Sein Vorschlag zielt auf langfristige Lösungen ab, nicht auf kurzfristige Hilfsmaßnahmen. Eine geringere Nachfrage könnte Europa helfen, seine Energiezukunft zu sichern und gleichzeitig die Belastung für die Haushaltskassen zu verringern. Nun steht die Frage im Raum, ob die Politik diesen Weg einschlagen wird – oder weiterhin auf klassische Subventionen setzt.

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