Düngerpreise steigen: Warum Bio-Alternativen jetzt die bessere Wahl sind
Elias LehmannDüngerpreise steigen: Warum Bio-Alternativen jetzt die bessere Wahl sind
Hobbygärtner müssen sich bald auf höhere Preise für mineralische Düngemittel einstellen. Der anhaltende Konflikt im Iran hat die Lieferketten gestört und die Kosten in die Höhe getrieben. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach biologischen Alternativen seit der Pandemie und der Energiekrise in der Ukraine stark angestiegen.
Aktuell sind die meisten synthetischen Dünger noch in den Regalen erhältlich, da die Hersteller die Rohstoffe für die aktuelle Saison gesichert haben. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch im Transport der Produkte zu den Geschäften. Die stark gestiegenen Dieselpreise drohen, zusätzliche Gebühren zu verursachen und die Lieferungen damit deutlich zu verteuern.
Ein Liter flüssiger Mineraldünger kostet derzeit etwa 12 Euro, doch im nächsten Jahr könnten die Preise auf 13 oder sogar 14 Euro steigen. Dieser erwartete Anstieg steht im Kontrast zur stabilen Entwicklung bei Bio-Produkten. Compo, ein führender Anbieter, berichtet, dass bereits fast zwei Drittel seines Sortiments an Erde und Pflanzpflegeprodukten biologisch sind.
Die Hinwendung zu Bio-Düngern ist seit 2020 deutlich spürbar. Immer mehr Gärtner setzen auf natürliche Produkte, wodurch der Bio-Markt zwei- bis dreimal schneller wächst als der konventionelle Sektor. Zwar sind synthetische Düngemittel vorerst noch verfügbar, doch ihre Preise werden voraussichtlich weiter steigen. Der Trend zum ökologischen Gärtnern dürfte sich fortsetzen – getrieben von wachsender Nachfrage und weniger Lieferkettenproblemen. Für Hobbygärtner könnten Bio-Alternativen bald nicht nur nachhaltiger, sondern auch preisstabiler sein.






