Drohnenflüge an Flughäfen verursachen Millionenverluste und Sicherheitslücken
Jakob KrausDrohnenflüge an Flughäfen verursachen Millionenverluste und Sicherheitslücken
Unbefugte Drohnenflüge in der Nähe von Flughäfen verursachen massive wirtschaftliche Schäden und Sicherheitsrisiken, wie eine neue Studie zeigt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlichte am Montag, den 8. Juni 2026, Erkenntnisse, die die wachsende Bedrohung für den Flugbetrieb unterstreichen. Angesichts ohnehin bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßender Flughäfen erfordert das Problem dringend Lösungen.
Allein im Jahr 2025 führten Drohnenvorfälle zu 116 Betriebsstörungen an 25 deutschen Verkehrsflughäfen. Besonders betroffen waren München und Frankfurt, wo es zu mehrtägigen Flugbeschränkungen kam. Die direkten wirtschaftlichen Kosten dieser Unterbrechungen beliefen sich auf mindestens 60 Millionen Euro, doch durch Folgeeffekte im Netz summierten sich die Gesamtverluste auf etwa 160 Millionen Euro.
Die große Vielfalt an Drohnen und die unterschiedlichen Flughafenumgebungen erschweren die Erkennung. Das DLR warnt, dass die aktuellen Abwehrsysteme mit der sich weiterentwickelnden Bedrohung kaum Schritt halten. Um gegenzusteuern, arbeitet das Zentrum nun an fortschrittlichen Systemen, die unbefugte Drohnen effektiver erkennen und ausschalten sollen.
Florian Linke, kommissarischer Direktor des DLR, betonte, dass der steigende Luftverkehr das Problem noch verschärfe. Ohne bessere Gegenmaßnahmen drohten Flughäfen in den kommenden Jahren weitere Störungen und finanzielle Einbußen.
Die Studie unterstreicht den dringenden Bedarf an verbesserten Technologien zur Drohnenerkennung und -abwehr. Flughäfen müssten stärkere Schutzmaßnahmen ergreifen, um künftige Vorfälle zu verhindern und eine weitere Kostenexplosion zu vermeiden. Die laufende Forschung des DLR zielt darauf ab, praktikable Lösungen für ein Problem zu entwickeln, das sich weiterhin verschärft.






