DGB fordert Pflicht-Rente: Arbeitgeber sollen betriebliche Altersvorsorge mitfinanzieren
Jakob KrausDGB fordert Pflicht-Rente: Arbeitgeber sollen betriebliche Altersvorsorge mitfinanzieren
DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Bis Ende des Monats will der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) konkrete Vorschläge vorlegen, um eine gesetzliche betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten durchzusetzen. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi besteht darauf, dass Arbeitgeber die Kosten für diese Renten gemeinsam mit den Arbeitnehmern tragen müssen.
Aktuell verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge. Die meisten arbeiten in Unternehmen, die nicht von Tarifverträgen erfasst werden. Der DGB will dies ändern, indem er Regelungen für alle Arbeitnehmer aushandelt – auch für Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Betrieben unter bestimmten Voraussetzungen.
Fahimi räumt ein, dass der Plan auf Widerstand stoßen wird. Kritiker argumentieren, dass eine Pflichtvorsorge höhere Abgaben für die Arbeitnehmer bedeute. Doch sie verweist auf andere europäische Länder, in denen die gesamten Rentenbeiträge oft 20 Prozent oder mehr betragen – wobei die Arbeitgeber in der Regel den größeren Anteil übernehmen.
Die Position des DGB ist klar: Die betriebliche Altersvorsorge muss eine Zusatzversorgung sein und von den Arbeitgebern mitfinanziert werden. Fahimi hält den Vorschlag für fair, insbesondere im Vergleich zu ausländischen Rentensystemen. Sie betont, dass die Arbeitnehmer die finanzielle Last nicht allein tragen sollten.
Noch vor Monatsende wird der DGB seine detaillierten Pläne vorstellen. Falls umgesetzt, würden die Änderungen die Altersvorsorge auf Millionen Beschäftigte ausweiten, die derzeit ohne Absicherung sind. Arbeitgeber müssten sich beteiligen – und so die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer verringern.






