Deutsche Bahn überwindet jahrelangen Personalmangel in Stellwerken bis 2025
Amelie SeidelDeutsche Bahn überwindet jahrelangen Personalmangel in Stellwerken bis 2025
Deutschlands staatlicher Bahnbetreiber hat seinen langjährigen Mangel an Stellwerkspersonal überwunden. Bis Dezember 2025 hat die DB InfraGO rund 2.200 neue Fachkräfte eingestellt und ausgebildet – ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit reagiert das Unternehmen auf jahrelange Verspätungen und Zugausfälle, die durch Personalengpässe in den wichtigsten Leitstellen verursacht wurden.
Jahre lang hatte der Mangel an Fahrdienstleitern und Stellwerkern zu massiven Störungen im deutschen Schienennetz geführt. Private Bahnunternehmen und Branchenverbände kritisierten die Personalknappheit wiederholt scharf, die zudem zu mehreren Bußgeldern der Bundesnetzagentur führte. Die Behörde hatte die Deutsche Bahn wiederholt wegen unzureichender Besetzung in Stellwerken und Leitstellen sanktioniert.
Doch Anfang 2026 wandelte sich die Lage: Die DB InfraGO intensivierte ihre Rekrutierungsbemühungen und erreichte bundesweit eine durchschnittliche Personalauslastung von 100 Prozent. Zwar kann es vereinzelt noch zu Engpässen kommen, doch insgesamt deckt die Zahl der Einsatzkräfte nun den betrieblichen Bedarf.
Die Bundesnetzagentur bescheinigt dem Unternehmen inzwischen deutliche Fortschritte. Weitere Strafen sind vorerst vom Tisch – ein Zeichen des Vertrauens in die erzielten Verbesserungen. Gleichzeitig will das Unternehmen weiterhin Fachkräfte gewinnen und gleichzeitig die Modernisierung der Stellwerks- und Leittechnik vorantreiben.
Mit der Personaloffensive ist eine der größten Herausforderungen für das deutsche Schienennetz entschärft. Nun geht es darum, die erreichten Fortschritte zu sichern und die veraltete Infrastruktur zu erneuern. Die Maßnahmen sollen künftig Verspätungen verringern und die Zuverlässigkeit für Reisende sowie den Güterverkehr erhöhen.






