07 April 2026, 12:08

Collien Fernandes bricht Schweigen über digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch

Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich eine Regierungserklärung zur Verbot des Internetgebrauchs.

Collien Fernandes bricht Schweigen über digitale Gewalt und Deepfake-Missbrauch

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zum schweren Ausmaß digitaler Gewalt geäußert, nachdem in ihrem Namen gefälschte Profile und Deepfake-Inhalte erstellt wurden. Sie berichtete, dass explizites Material – darunter Videos und erotische Geschichten – fälschlicherweise mit ihr in Verbindung gebracht wird, oft ohne rechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen.

Das Thema wurde auf einer öffentlichen Plattform mit der Journalistin Caren Miosga und Justizministerin Stefanie Hubig diskutiert, die zwar Reformbedarf anerkannten, aber auch auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung hinwiesen. Fernandes schilderte, wie Unbekannte unter ihrem Namen Fake-Profile einrichteten, ihre Fotos und Videos nutzten und in einigen Fällen Deepfakes erstellten – also ihr Gesicht digital auf den Körper anderer Personen in expliziten Videos montierten. Zudem werde echte pornografische Inhalte unter ihrer Identität verbreitet, sodass der Eindruck entstehe, sie habe diese selbst erstellt.

Die Reaktionen auf ihre Geschichte waren überwältigend: Zehntausende forderten besseren Schutz und mehr Aufklärung. Fernandes betonte, dass digitale Gewalt kein Problem nur von Prominenten sei – viele Fälle blieben im Verborgenen, weil sie hinter verschlossenen Türen oder Bildschirmen stattfänden.

Während der Diskussion forderte sie klare gesetzliche Regelungen, verpflichtende Schulungen für Polizei und Justiz sowie Präventionsprogramme an Schulen. Als Vorbild nannte sie Spanien, wo systematische Fortbildungen sicherstellten, dass Opfer ernst genommen werden. Ohne solche Reformen bleibe digitale Gewalt unsichtbar und Täter müssten keine Konsequenzen fürchten, warnte sie.

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Caren Miosga unterstrich die Dringlichkeit des Themas und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem. Unklar sei oft, wer verantwortlich sei – die Plattformen, die Polizei oder die Justiz. Justizministerin Stefanie Hubig stimmte dem Reformbedarf zu, räumte aber ein, dass die Umsetzung politischer Absichten eine Herausforderung bleibe.

Fernandes' Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Lücken im aktuellen Rechtssystem und die realen Schäden durch digitale Gewalt. Die Forderungen nach Schulungen, Prävention und schärferen Strafen zielen darauf ab, dass Opfer Gehör finden und geschützt werden. Ohne diese Veränderungen werde das Problem bestehen bleiben – und viele ohne rechtliche Handhabe zurücklassen.

Quelle