14 April 2026, 08:07

Bundesnetzagentur leitet Zwangsmaßnahmen gegen 77 Firmen wegen fehlender Stromzähler ein

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesnetzagentur leitet Zwangsmaßnahmen gegen 77 Firmen wegen fehlender Stromzähler ein

Die Bundesnetzagentur hat gegen 77 Unternehmen Zwangsmaßnahmen eingeleitet, weil diese zu wenige intelligente Stromzähler installiert haben. Die Firmen verfehlten das gesetzliche Ziel, bis Ende 2025 mindestens 20 Prozent der förderfähigen Messstellen damit auszustatten. Klaus Müller, Präsident der Behörde, bezeichnete die intelligenten Zähler als unverzichtbar für die Modernisierung des deutschen Stromnetzes.

Nach dem Messstellenbetriebsgesetz sind grundzuständige Messstellenbetreiber verpflichtet, intelligente Messsysteme einzuführen. Rechtlich vorgeschrieben ist, dass mindestens 20 Prozent der Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden damit ausgestattet sein müssen. Viele der betroffenen Unternehmen haben jedoch noch nicht einmal mit der Umsetzung begonnen – obwohl die Frist näher rückt.

Die Bundesnetzagentur wird Zwangsgelder verhängen, deren Höhe sich an der finanziellen Lage der jeweiligen Unternehmen orientiert. Eine "Einzelfallprüfung" soll die genauen Beträge festlegen. Bevor endgültige Entscheidungen fallen, erhalten die Firmen Gelegenheit, in förmlichen Anhörungen Stellung zu nehmen; ihre Argumente werden dann geprüft.

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Weitere Aufsichtsverfahren sind geplant, vor allem gegen kleine und mittlere Unternehmen, die die 20-Prozent-Marke verfehlt haben. Die Behörde wird die Fortschritte auch in den kommenden Jahren weiter überwachen, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Die Bundesnetzagentur hat klar gemacht, dass sie die Durchsetzung der gesetzlichen Anforderungen konsequent vorantreiben wird. Unternehmen, die untätig bleiben, müssen mit weiteren Sanktionen rechnen – die Strafen werden dabei an ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit angepasst. Der Ausbau intelligenter Messsysteme bleibt ein zentraler Baustein der deutschen Energiewende.

Quelle