06 May 2026, 06:11

Bundesbauministerium plant radikale Wohngeld-Kürzungen – Kritik von allen Seiten

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein Banner mit der Aufschrift "Solidarität und Feminismus", mit parkenden Fahrzeugen am Straßenrand und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bundesbauministerium plant radikale Wohngeld-Kürzungen – Kritik von allen Seiten

Das Bundesbauministerium plant weitreichende Änderungen bei den Wohngeldzahlungen, um die geforderten Einsparziele zu erreichen. Unter der Leitung von Ministerin Verena Hubertz (SPD) zielen die Reformen darauf ab, die Ausgaben um eine Milliarde Euro zu kürzen. Die Pläne haben bereits Kritik von Oppositionsparteien und Landesvertretern ausgelöst.

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Die Initiative des Ministeriums erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) daran arbeitet, Lücken im Bundeshaushalt zu schließen. Die Umgestaltung des Wohngelds ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Ausgabenreduzierung. Doch die Vorschläge stoßen auf sofortigen Widerstand.

Ina Scharrenbach, Bauministerin von Nordrhein-Westfalen (CDU), forderte tiefgreifende Reformen des Systems. Sie schlug vor, die in Bundesgesetzen verankerte Schriftformpflicht abzuschaffen, die ihr Bundesland jährlich 2,2 Millionen Euro kostet.

Unterdessen äußerten Abgeordnete der Opposition massive Bedenken. Sahra Mirow, sozialpolitische Sprecherin der Linken, warnte, dass Kürzungen beim Wohngeld zu mehr Obdachlosigkeit führen würden. Die Grünen-Politikerin Mayra Vriesema plädierte stattdessen für strengere Mietpreisbremse und argumentierte, dass dies den Bedarf an Subventionen von vornherein verringern würde.

Der Sparplan des Ministeriums sieht sich nun von mehreren Seiten mit Widerstand konfrontiert. Landesvertreter und Oppositionsparteien fordern alternative Lösungen statt direkter Kürzungen. Die Debatte über das Wohngeld wird voraussichtlich anhalten, während die Regierung ihre Haushaltsanpassungen finalisiert.

Quelle