Boris Palmer bleibt trotzig: Warum er das N-Wort weiter verteidigt und die Grünen verließ

Admin User
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Ein Mann in einem schwarzen Anzug steht an einem Mikrofon und spricht, mit einer braunen Wand und Flaggen im Hintergrund.

Palmer wird weiterhin das 'N-Wort' verwenden - Boris Palmer bleibt trotzig: Warum er das N-Wort weiter verteidigt und die Grünen verließ

Boris Palmer, der Oberbürgermeister von Tübingen, hat trotz breiter Kritik wiederholt seine Verwendung des N-Worts verteidigt. Seine Haltung führte zu mehreren Skandalen, disziplinarischen Maßnahmen und schließlich zu seinem Austritt aus den Grünen. Palmer beharrt darauf, dass nicht pauschale Verbote, sondern der Kontext darüber entscheiden sollten, ob ein Wort verletzend wirkt.

Die Kontroverse begann 2021, als Palmer das N-Wort in einem Facebook-Beitrag über den ehemaligen Fußballspieler Dennis Aogo verwendete. Der Vorfall löste Ermittlungen und Disziplinarverfahren aus. Zwei Jahre später, 2023, sah er sich erneut massiver Kritik ausgesetzt, nachdem er das Wort bei einer Migrationskonferenz in Frankfurt äußerte. Kurze Zeit später verließ er die Grünen, noch bevor über seinen Parteiausschluss abgestimmt werden konnte.

Palmer argumentiert seit jeher, dass das bloße Aussprechen eines Wortes keine Schuld begründe oder Schaden anrichte. Versuche, das N-Wort aus der Sprache zu verbannen, nennt er unnötig und absurd. Stattdessen bestehe er darauf, dass die Bedeutung vom Kontext abhänge – ähnlich wie bei anderen beleidigenden Begriffen. Zugleich räumt er ein, dass es ein schwerer Fehler war, den Eindruck zu erwecken, den Holocaust zu verharmlosen. Trotz der Kontroversen wurde Palmer 2022 als parteiloser Oberbürgermeister wiedergewählt. Er lehnt die Vorstellung ab, dass die Verwendung eines einzigen Wortes eine politische Karriere beenden solle. Gleichzeitig behauptet er, dass öffentliche Debatten über Sprachregelungen Wut schüren und Wähler in Richtung der rechtsextremen AfD treiben würden.

Palmer bleibt unbeugsam in seiner Haltung, verwendet das N-Wort weiter und weist Forderungen nach strengeren Sprachvorschriften zurück. Seine wiederholten Eklats haben seine politische Laufbahn geprägt, ihn aber nicht aus dem Amt gedrängt. Die Diskussionen um seine Äußerungen zeigen keine Anzeichen einer Beruhigung.