14 April 2026, 22:07

Biogas-Revolution: Wie Thomas Karle die Branche mit flexiblen Speichern neu erfindet

Grafik, die die Stromerzeugung aus Biomasse von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Biogas-Revolution: Wie Thomas Karle die Branche mit flexiblen Speichern neu erfindet

Thomas Karle, Präsident des Fachverbandes Biogas, treibt weitreichende Reformen in der Biogasbranche voran. Sein Ziel ist es, veraltete Betriebsmodelle abzulösen und Biogas als flexible Energiequelle neu zu positionieren. Dazu gehört auch eine engere Verzahnung mit Wind- und Solarenergie.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

An oberster Stelle steht für Karle die Umgestaltung von Biogasanlagen. Seit 20 Jahren arbeiten diese meist in starren Viertelstunden-Takten. Nun sollen sie zu flexiblen Speichersystemen umgebaut werden, die sich am Bedarf orientieren – statt nur Grundlast zu liefern.

Seine Vision sieht Biogas als Teil eines "Erneuerbaren-Dreiecks" vor, in dem es gemeinsam mit Wind- und Solarenergie agiert. Dabei soll das Biogas-Molekül nicht nur zur Stromerzeugung, sondern auch für Industrie, Wärme und Kraftstoffe genutzt werden. Eine solche Wende erfordert von Betreibern ein Umdenken und von Landwirten strukturelle Anpassungen.

Der Vorstoß kommt zu einer schwierigen Phase für die Branche. Politische Unsicherheiten und die anhaltende Energiekrise erschweren die Lage zusätzlich. Dennoch bleibt Karle entschlossen, ein neues System zu schaffen, das das volle Potenzial von Biogas ausschöpft.

Gelingt die Reform, würde sie die Rolle von Biogas im deutschen Energiemix grundlegend verändern. Die Anlagen könnten Strom dann speichern und bereitstellen, wenn er gebraucht wird – und so als verlässlicher Partner von Wind- und Solarenergie den Umstieg auf Erneuerbare stärken.

Quelle