13 April 2026, 14:13

Bildungsstreit in Brandenburg: BSW und CDU liefern sich Schlagabtausch über Lehrkräftemangel

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Brandenburg auf schwarzem Hintergrund, das geografische Merkmale der Region zeigt.

Bildungsstreit in Brandenburg: BSW und CDU liefern sich Schlagabtausch über Lehrkräftemangel

In Brandenburg ist ein Streit über die Bildungspolitik zwischen dem neuen CDU-Minister und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) entbrannt. Friederike Benda, Landesvorsitzende der BSW, bezeichnete jüngste Entscheidungen als Fehler und kritisierte sowohl SPD als auch CDU für langjährige Versäumnisse. Der Konflikt eskalierte nach Kürzungen im Haushalt und einer Erhöhung der Unterrichtsverpflichtungen, die die Personalnot an den Schulen weiter verschärft haben.

Auslöser der Auseinandersetzung war eine Äußerung von Brandenburgs neuem CDU-Bildungsminister Gordon Hoffmann, der den akuten Lehrkräftemangel auf Kürzungen unter der vorherigen SPD-BSW-Regierung zurückführte. Hoffmann hatte das Amt von der SPD übernommen, die die Bildungspolitik über 30 Jahre lang verantwortet hatte.

Benda wies Hoffmanns Vorwürfe als "lächerlich" zurück und machte stattdessen jahrzehntelange Fehlentscheidungen beider großer Parteien für die Misere verantwortlich. Sie nannte explizit die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach – letzterer wechselte später zur BSW – als Verantwortliche für Stellenabbau und zusätzliche Unterrichtsstunden. Seit Anfang dieses Jahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Wochenstunde im Klassenzimmer absolvieren.

Der Haushalt 2025 strich zudem 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich, was die Belastung für die Schulen weiter verschärfte. Benda räumte ein, dass die BSW einst SPD-Politik unterstützt habe, diese Haltung heute jedoch als Fehleinschätzung betrachte.

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Der Streit offenbart tiefe Gräben in der brandenburgischen Bildungspolitik. Während Lehrkräfte länger arbeiten und gleichzeitig weniger Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung haben, schieben sich die politischen Verantwortlichen gegenseitig die Schuld für die Krise zu. Ohne absehbare Lösung bleibt der Personalmangel an den Schulen vorerst bestehen.

Quelle