Berliner Ensemble setzt auf 16 Premieren trotz knapper Kassen
Das Berliner Ensemble präsentiert Programm für die kommende Spielzeit mit 16 Neuinszenierungen
Nach einem Rekordjahr mit 75 zusätzlichen Vorstellungen und fast 230.000 Besuchern hat das Berliner Ensemble seine Pläne für die neue Spielzeit vorgestellt. Trotz wachsender Haushaltszwänge setzt das Theater auf ein erweitertes Programm.
Den Auftakt bildet Der Schnee von gestern, der Schnee von morgen von Peter Handke. Zu den Highlights zählt Frank Castorfs Bühnenadaption von Klaus Manns Mephisto, ein Roman über die Theaterwelt im Deutschland der 1930er-Jahre. Ulrich Rasche inszeniert Bertolt Brechts Antikriegsdrama Mutter Courage und ihre Kinder.
Fritzi Wartenbergs Stück Sorry, kein Foto für dich hinterfragt die Kultur von Model-Castingshows. Zudem führt das Ensemble kleinere Formate ein, darunter Katharina Thalbachs Lesung von Kästers Berlin und Jens Harzers Soloabend De Profundis – beide mit minimalem Bühnenaufwand konzipiert.
Um die finanziellen Herausforderungen zu meistern, hat das Berliner Ensemble sonntägliche Nachmittagsvorstellungen in den Spielplan aufgenommen und öffentliche Generalproben als kostenpflichtige Premierenproben geöffnet. Diese Maßnahmen steigerten die Zuschauerzahlen, begünstigt durch Berlins Ruf als kultureller Touristenmagnet.
Die neue Spielzeit spiegelt die Strategie des Hauses wider, künstlerischen Anspruch mit wirtschaftlicher Realität zu verbinden. Durch mehr Vorstellungen und ein vielfältigeres Programm will das Berliner Ensemble seine hohen Besucherzahlen halten. Die 16 Premieren werden von weiteren Bemühungen begleitet, Produktionen zugänglicher und kostengünstiger zu gestalten.






