Airbus fordert schnelle Entscheidung: Deutschlands Kampfflugzeug-Zukunft steht auf dem Spiel
Jakob KrausAirbus fordert schnelle Entscheidung: Deutschlands Kampfflugzeug-Zukunft steht auf dem Spiel
Airbus drängt deutsche Politiker zu schneller Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Der Aufruf erfolgt nach dem Scheitern des FCAS-Programms, eines gemeinsamen europäischen Projekts für ein Kampfflugzeug der nächsten Generation. Branchenvertreter warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklung nur zusätzlich zurückwerfen würden.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betonte die Dringlichkeit der Lage. Jeder Tag ohne Entscheidung sei ein verlorener Tag für die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs, warnte er. Pretzl ist überzeugt, dass Airbus über das nötige Know-how verfügt, um ein solches Flugzeug auch ohne internationale Partnerschaften eigenständig zu bauen.
Ein weiterer zentraler Punkt, den Pretzl ansprach, ist der dringende Modernisierungsbedarf der Luftwaffe. Deutschland verfüge über die finanziellen Mittel, um ein solches Projekt zu stemmen, so der Betriebsratschef. Gleichzeitig hob Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, die Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit bei künftigen Kampfflugzeugprojekten hervor. Brandl zeigte sich zuversichtlich, dass deutsche Unternehmen eine führende Rolle bei der Gestaltung des nächsten europäischen Kampfflugzeugs einnehmen können.
Airbus machte deutlich, dass politische Untätigkeit die Verteidigungsfähigkeiten des Landes gefährden könnte. Das Unternehmen wartet nun auf eine zügige Reaktion der Abgeordneten, um voranzukommen.
Das Scheitern des FCAS-Programms hat Deutschland an einen Scheideweg in der Kampfflugzeug-Entwicklung gebracht. Airbus besteht auf eine rasche Entscheidung, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Die Weichenstellung wird zeigen, ob das Land einen eigenen Weg einschlägt oder neue europäische Partnerschaften sucht.






