09 May 2026, 14:11

AfD-Politiker Tillschneider fordert Ende der deutschen "Schuldkultur"

Buch mit dem Titel 'Deutsches Kolonial-Feitung', datiert auf 11/1940, mit einem Bild von Adolf Hitler auf dem Cover, gehalten von einer Person umgeben von anderen mit Mützen.

AfD-Politiker Tillschneider fordert Ende der deutschen "Schuldkultur"

Dr. Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt, hielt eine umstrittene Rede zum 81. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Seine Äußerungen stellten die historische Nachkriegsnarrative des Landes infrage und forderten eine Abkehr von dem, was er als „Schuldkultur“ bezeichnete.

Tillschneider erkannte zwar die Befreiung selbst an, deutete die militärische Niederlage Deutschlands jedoch als Verlust riesiger Kulturgebiete. Er argumentierte, viele Deutsche hätten sich später den Siegermächten nicht aus echter demokratischer Überzeugung, sondern aus Schuldvermeidung angeschlossen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Unter Berufung auf Franz Josef Strauß forderte er eine Rückkehr zu einer „normalen deutschen Identität“ und lehnte ab, was er als „ewige Vergangenheitsbewältigung als dauernde Buße“ bezeichnete. Der AfD-Politiker qualifizierte Richard von Weizsäckers historische Rede von 1985 als „geistige Kapitulation“, die eine „absurde Schuldkultur“ verfestigt habe.

Er ging noch weiter und beschrieb das deutsche Geschichtsverständnis der Nachkriegszeit als in einer „imaginären Kollektivschuld“ verwurzelt. Laut Tillschneider bietet die Vision der AfD einen anderen Weg – einen, der in eine „stolze Zukunft“ statt in fortwährende Selbstanklage führt.

Die Rede spiegelt die breitere Bestrebung der AfD wider, das deutsche Geschichtsbild neu zu rahmen. Tillschneiders Kritik an der Schuldkultur und sein Aufruf zu einer erneuerten nationalen Identität markieren eine bewusste Abkehr von den etablierten Nachkriegserzählungen. Die Äußerungen dürften die Debatte darüber, wie das Land seine Vergangenheit erinnert, weiter anheizen.

Quelle