27 April 2026, 14:13

81 Prozent der Deutschen fordern gerechtere Vermögensverteilung durch Steuerreformen

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund aus Gebäuden und Wolken.

81 Prozent der Deutschen fordern gerechtere Vermögensverteilung durch Steuerreformen

Große Mehrheit der Deutschen hält Vermögensverteilung für ungerecht und befürwortet höhere Steuern für Reiche

Neue Umfragen zeigen: 81 Prozent der Deutschen empfinden das aktuelle System als ungerecht, nur 15 Prozent halten es für fair. Die Unterstützung für Steuerreformen ist quer durch die politische Landschaft stark ausgeprägt – wenn auch nicht in allen Wählergruppen einheitlich.

Besonders groß ist die Zustimmung für eine Vermögenssteuer: 64 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für ihre Wiedereinführung aus, nur 29 Prozent lehnen sie ab. Ähnlich sieht es bei Erbschaftssteuern auf große Vermögen aus: Hier befürworten 61 Prozent eine Anhebung, während 32 Prozent dagegen sind.

Die Unzufriedenheit mit der Vermögensungleichheit ist in Ostdeutschland am größten. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und der Region Berlin-Brandenburg halten 90 Prozent der Einwohner die Verteilung für unfair. Selbst unter den Anhängern der unionsnahen Parteien unterstützen 62 Prozent die Vermögenssteuer und 64 Prozent höhere Erbschaftssteuern.

Bei der AfD zeigt sich die größte Spaltung: Während 42 Prozent ihrer Wähler die Wiedereinführung der Vermögenssteuer befürworten, lehnen 52 Prozent sie ab. Noch deutlicher ist die Ablehnung bei Erbschaftssteuern – hier sind 62 Prozent der AfD-Sympathisanten gegen eine Erhöhung.

Kritik an der Vermögensungleichheit gibt es parteiübergreifend. Mehrheiten in allen Bundestagsfraktionen bezeichnen die aktuelle Verteilung als ungerecht.

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Die Daten unterstreichen den klaren Wunsch nach Steuerreformen, die Vermögen und Erbschaften stärker belasten. Angesichts der 81 Prozent, die das System als unfair wahrnehmen, dürfte der Druck auf die Politik weiter wachsen. Zwar ist die Unterstützung in den meisten Lagern hoch – doch bei Teilen der AfD-Wählerschaft bleibt Widerstand bestehen.

Quelle